Silke Bachmann, Malerei und Zeichnung
Silke Bachmann
Texte

Künstlerische Position & Arbeitsweise

  

Silke Bachmann beschäftigt sich in ihren Werken mit dem Verborgenen. Sie erschafft dabei neue Räume und Figuren oder verwandelt real Existierendes in geheimnisvolles Neues, um die verborgenen Wesen, Zustände und Räume für den Betrachter sichtbar zu machen.

 Silke Bachmann bedient sich im Verborgenen lebenden Tierformen. Besonders Nachttiere, wie z. B. der Springhase oder im Erdinneren lebende Tiere, wie z. B. Nacktmulle und Maulwürfe, gehen eine Verschmelzung mit dem Menschen in organisch anmutenden Bildräumen ein. Der Raum in Silke Bachmanns Arbeiten ist ihrer Vorstellung von unserem Unbewusstsein geschuldet.

 Um diese Bilder zu erfinden, greift sie auf die alte Methode des automatischen Zeichnens zurück, welche ursprünglich in Schreibform in der Psychologie verwendet wurde. Ziel ist es, an das eigene Unbewusste heranzukommen, diesem damit eine Tür zu öffnen. Das Authentische dieses unbedingt unzensierten Einfalls ist ihre Ausgangsbasis. Diese unbewussten Zeichnungen vermischt Silke Bachmann in der Fortführung ihres Arbeitens mit Bewusstem. Den Teil, den sie bewusst hinzufügt, greift sie aus ihrer direkten Umwelt auf, da dies zwingend etwas mit von ihr Erlebtem oder Erfahrenem zu tun haben muss. Des Weiteren sind die Farben in den Arbeiten von Silke Bachmann sehr wichtig. Etwas Befremdliches oder gar Hässliches gibt sie mit warmen Farben, meist Hauttönen, in einer schönen Malweise wieder. Diese so entstandene Dialektik irritiert den Betrachter und ist der Schlüssel zum Zugang ihrer Werke.

 

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